Dehnungsstreifen- body shaming

Über 70% der Frauen leiden unter Dehnungsstreifen.

Auch immer mehr Männer sind von den, von unserer Welt bezeichneten Beautymakeln, betroffen. Sie entstehen durch verschiedenste Erlebnisse im Leben. Einer Geburt, einer Körpergewichtsabnahme/zunahme, eines Wachstumsschubes, eines schlechten Bindegewebes oder Sport.

Meine ersten Dehnungsstreifen habe ich im Alter von 14 Jahren bekommen. Blutrot und sehr viele- vor allem auf Po und Oberschenkeln. Trotz meiner zarten 1.58 m habe ich sie tatsächlich einem Wachstumsschub in meiner Pubertät zu verdanken. Mit sehr unwohlen Gedanken habe ich mich damals gequält und unheimlich viele Dinge ausprobiert sie loszuwerden. So habe ich Schüsslersalze verwendet, mich in Behandlung über 5 Monate begeben und mich fleißig mit Öl eingeschmiert. Das Ergebnis: Statt Blutrot sind sie nun weiß- allerdings immernoch ein Teil meines Körpers.

Das schlimmste was ich mal gesagt bekommen habe ist: ,,mich erinnert deine Haut machnmal an die eines Monsters“. Keine schönen Worte, wenn man bedenkt, dass unglaublich viele Menschen Dehnungsstreifen besitzen.

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Wofür sollen wir uns eigentlich noch rechtfertigen? Dafür dass wir Sommersprossen haben oder Muttermale? Tut mir leid dies in dieser Deutlichkeit zu sagen, aber für mich gehören Dehnungsstreifen mittlerweile genauso selbstverständlich zu einem wunderschönen Körper einer Frau wie Muttermale.

Ich habe meine mittlerweile akzeptiert, denn sie sind ein Teil von mir und werden es auch immer bleiben. Liebe Mädels, liebe Frauen, liebe Männer- ich appelliere an die Liebe an euch selbst und euren Körper. Lasst euch nicht beleidigen, aufgrund solcher Banalitäten.

Denn wir sind nunmal keine Barbiepuppen. Wir sind kein Objekt, welches man sich zurechtbasteln kann, wie man es sich gerade wünscht. Egal ob Dehnungsstreifen, Pigmentstörungen oder ein schlechtes Bindegewebe.Das sind wir. Das bin ich.

Der wichtigste Spruch in meinem Leben ist zurzeit ,,Share love, no hate“, denn sind wir mal ehrlich. Es ist keinem geholfen ihn auf Makel anzusprechen. Derjenige wird sich vielleicht immer an die unüberlegten Worte erinnern und hinterlassen eine Wunde. Wie wäre es denn stattdessen mit einem einfachen ,,du bist schön so wie du bist“. Simpel. Einfach. Wahr. Und das Ergebnis? Glücksgefühle.

Du bist wunderschön und deine Streifen sind es auch, denn sie spiegeln einen Teil deines Lebens wieder.

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7 thoughts

  1. Meine sind durch meine beiden Schwangerschaften entstanden – ich kann bei jedem einzelnen sagen, von welchem meiner Kinder er kommt. Für mich sind sie ein Zeichen, was mein Körper geleistet hat. Seit ich Mutter bin habe ich auch gemerkt, wie sehr meine Kinder durch mich als Vorbild lernen – das ist mir das erste Mal bewusst geworden, als mein ältester Sohn nach mir auf die Waage stieg und sich freute, wie „stark“ er schon ist (ich hatte mich zuvor lächelnd gewogen, weil ich zufrieden mit mir war). Vielen Dank für diesen schönen Artikel.

    1. Danke für das Teilen deiner Geschichte. Das hört sich ganz wunderbar an. Und wie du sagst, wenn man selbst zufrieden ist, dann kann man seine Kinder auch durch kleine Dinge ganz schnell begeistern. Eine erfrischende Meinung hat dein Sohn 🙂

      LG Maren

  2. Dieser Spruch den du bekommen hast, ist unter aller Sau. In der Pubertät habe ich durch die hormonell bedingte Gewichtszunahme auch Dehnungsstreifen bekommen und die paar die man noch am Po sieht, fallen mir nicht mehr auf. Genauso wie Narben, die halt im Laufe des Lebens dazukommen. Ausserdem sind die Geschichten dazu, einfach zu lustig 🤷😁

  3. Echt schöner Artikel, ich hab in letzter Zeit durch Gewichtszunahme auch viele bekommen. Nicht, dass das Selbstbewusstsein schon durch das Zunehmen an sich schon weniger wird. Dann kommen noch die Dehnungsstreifen am Po dazu und man fühlt sich garnicht mehr wohl. Aber ganz ehrlich, ich hab auch keine Lust mehr mich aufzuregen also denk ich jetzt dazu : Meine Tigerstreifen sehen echt gut aus haha 👍🏼

  4. Hallo!
    Niemand sollte sich für seinen Körper schämen. Ich meine wir haben doch alle irgendeinen „Makel“ und eigentlich werden diese nur als solche bezeichnet, weil alle es tun. Doch wer kann was für seine Dehnungsstreifen, Mutermale, stärkere Körperbehaarung, Figur etc. Solche Dinge werden uns vererbt.
    Mir wurde schon öfter gesagt ich sei zu dünn. Doch ich esse genügend! Ich hasse es wenn mir Leute etwas sagen, dass ich ohnehin schon weiß.
    Manchmal denke ich mir dann für sie ist es schlimmer, dass ich „zu dünn“ bin, als für mich selbst. Denn ich bin zufrieden mit meinem Körper! Ich mag mich so wie ich eben bin und das sollte jeder tun.
    Wir sind doch alle wunderschön, doch nicht alle fühlen sich so wunderschön! Fühlt euch schön, dann werdet ihr auch glücklich!

    Liebe Grüße! Und toller Blogpost!

  5. Total schöner Beitrag! Der macht richtig Mut! Auch „leiden“ wir Frauen unter Cellulite, soweit ich weiss speichern wir dabei einfach nur Fett anders als Männer. Auch die Formulierung „unter … leiden“ ist so eine Sache. Wenn wir lernen unseren Körper zu lieben leiden wir nur noch unter den blöden Meinungen intoleranter Menschen.

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