Die Liebe zu sich selbst

Ein Post der mich in den letzten Tagen sehr zum Nachdenken gebracht hat, war eine Bildunterschrift auf Instagram. Es besagte

„wenn du all die Dinge und Menschen nennen müsstest die du liebst; wie lange brauchst du um dich selbst zu nennen?“

Ich musste erst einmal wirklich spöttisch laut lachen, doch die Belustigung wurde sehr schnell umgekehrt in Bedenken.

Man nennt zuerst seine Familie und Freunde, dann seine Leidenschaften. Folgen tun belanglose Dinge wie „Ich liebe es ein gutes Buch mit einer Tasse Tee auf der Couch zu lesen, während es draußen regnet“
Wahrscheinlich könnte man sich noch 1000 andere Dinge ausdenken, die man doch so sehr schätzt- doch von selbst würde man sich nicht nennen. Darauf angesprochen würde man höchstwahrscheinlich unsicher lächelnd unter sich schauen.

Und die Frage die ich mir stelle ist: Warum?


Ich denke nicht, dass wir ein zu geringes Selbstwertgefühl haben. Ganz im Gegenteil. Doch ist der Satz: „ich liebe mich“ in unseren sozialen Kreisen als selbstverliebt, nazistisch in einer ganz tiefen, dunklen Kiste vergraben.

Doch Hand aufs Herz. Wir sind der Mensch den man sein ganzes Leben ertragen muss. Wir sind der Mensch der sich verändert, der mit seinen Erfahrungen wächst. Schaut man zurück, ist klar- man kann auf einiges sehr stolz sein. Lob und Anerkennung von außen sind schön und zufriedenstellend, doch ist es genauso wichtig, dass man selbst stolz ist und zu dem steht was man tut. Denn am Ende sind unsere Handlungen und Dinge die wir tun uns sagen ebenso wichtig für uns als auch unsere Umwelt.

Man muss nicht besser als jemand anderes sein. Man muss nicht in einem Feld überragend gut sein und man muss auch nicht everybody’s darling sein.
Was wir sein müssen, ist die beste Version unserer selbst. In dem Zuge hoffe ich sehr, dass zu einem gewissen Zeitpunkt im Leben jeder von uns in den Spiegel schauen kann und mit voller Inbrunst die wichtigsten Worte sagen kann

„ich liebe mich so wie ich bin“

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3 thoughts

  1. Da bin ich absolut deiner Meinung! Ich finde es so wichtig, dass man mit sich selbst zufrieden ist und nicht immer denkt etwas verändern zu müssen um anderen zu gefallen. Vor allem in der heutigen Zeit, wo man so schnell in Schubladen gesteckt wird. Du bist zu dick, zu dünn, zu jung oder zu alt, usw. Aber in meinem Leben bin ICH die Hauptperson und wenn man sich das einmal klargemacht hat, dann ist es vollkommen egal, was irgendein Nebencharakter denkt.
    Ganz liebe Grüße
    Julia :*

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