Dear Diary..
Als kleines Mädchen habe ich unglaublich gern Tagebuch geschrieben. Es waren oft kurze Stichworte, manchmal war es auch nur eine kleine Kritzelei. Weiter ging es mit Urlaubstagebüchern, die ich mit 14,15 verfasst habe. Schaut man zurück, muss man oft über sich selbst lachen.

Doch das wichtige ist: Es holt Erinnerungen wieder hoch und zeigt manchmal auch, dass viele Dinge über die man sich den Kopf zerbrochen hat, unwichtig waren. Aus einer gute Distanz betrachtet, kann man sich vieles wieder besser ins Gedächtnis rufen.
Seit Anfang 2017 schreibe ich wieder wöchentliche Tagebucheinträge. Manchmal ist es nur ein kurzer Abriss der Woche und manchmal sind es seitenlange Gedankengänge. Das Leben spielt einem ab und an Streiche und auch ich muss das manchmal schmerzhaft spüren. Für mich persönlich ist Schreiben eine Form von Verarbeitung gewisser Umstände. Hand aufs Herz: Tagebücher sind privat und ich möchte den Tag nie erleben, dass sie jemand liest, denn sie sind 100% echt. Doch hier sind wir am Punkt: erleben.
In einer 100% digitalen Welt in der wir leben, gibt es auch immer weniger Schriften, weniger Dinge die Großeltern hinterlassen. Oftmals findet man kaum etwas, was einen über den Menschen selbst erzählt und das finde ich schade. Denn technische Geräte sind passwortgeschützt, doch Bücher kann jeder lesen. So wünsche ich mir, dass- weit in die Ferne geschaut- auch meine Kinder später schriftliche Dinge von mir besitzen, die etwas über meinen Charakter aussagen.
Mittlerweile spielen wir alle, schauen Youtube oder lesen E-Books. Schriftverkehr verliert vermehrt an Bedeutung. Genau aus diesem Grund Bloggen wir. Das Herunterschreiben von Erfahrungswerten kann nur helfen. Es ist egal ob wir mit einer Produktreview nur eine Person erreichen oder tausende. Solange es eine Person erreicht, genügt es. Genauso ist es mit diesen Posts- sie sollen inspirieren. Inspirieren dazu, vielleicht mal wieder zu schreiben oder einfach mal alte Tagebücher durchzulesen an einem Herbstabend.
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